EITELKEIT IST KEINE VERSCHWÖRUNG

Es ist für den Straßenbahnverein eine schöne Sache, wenn ein Schild mit Lob für jahrelanges Lobbying in #gmunden an einer Hauswand prangt. Wie wird man so geehrt?

Im Jahr 2013 versprach der Verein dem Gemeinderat 120.000 € um die Entscheidung für die Straßenbahndurchbindung den Mandataren zu erleichtern. Eine schöne Sache, zumal die Abstimmung für die SRT positiv verlaufen ist; wie eigentilch üblich, gab es keine Bedingung für die Schenkung.

Nun legt im Jahr 2016 der Straßenbahnverein einen Schenkungsvertrag vor, der die Gemeinde zwingt eine Weiche mit der Schenkung von 100.000€ zu finanzieren. Wenn die Stadt nach dem Willen des Straßenbahnvereines gestaltet wird, die Haltestelle Rathausplatz dem Verein passt und die Öffentlichkeitsarbeit für die SRT dem Verein genehm ist, werden noch weitere 30.000€ nachgelegt.
Es ist keine Verschwörung, die im Artikel der OÖN krampfhaft konstruiert wird. Es ist die persönliche Eitelkeit der Protagonisten des Vereins um  #diestadtamsee und deren Gemeinderäte vorzuführen. Der unmoralische und rechtlich nicht durchsetzbare Schenkungsvertrag wurde im letzten Gemeinderat mehrheitlich angenommen. "Hauptsache geschenkt, wird scho passen", war auch die mehrheitliche Ansicht des Rechtsausschusses.
Passt aber nicht: Die Weiche wurde zu 80% vom Land finanziert, daher hat das Land Anspruch auf 80.000€. Die Verkehrszone Rathausplatz mit der Haltestelle wurde mit Bürgerinnen und Bürgern in einem Bürgerdialog sehr gut gestaltet, worüber der Verein jedoch höchst unzufrieden ist. Übrigens: Der Bürgerdialog, der von Dr. Retzl begleitet wurde, war das erfolgreiche Pilotprojekt für eine Bürgerbeteiligung.
Gerne nehmen wir das Geld! Ohne Bedingungen, genau so wie 2013 versprochen.
Verlässlichkeit sollte doch ein höheres Gut als Eitelkeit sein.

Dazu der Artikel:
http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/salzkammergut/Vermutungen-Geruechte-und-ein-boeser-Verdacht;art71,2443219