Leserbrief

BIG kritisiert Grundkauf

Leserbrief OÖN  "Seebahnhof-Areal: Gmunden drückt auf die Reset-Taste"/ 18.2.2017
Der Erwerb der ca. 12.000 m2 beim "Seebahnhof" ist wohl der notwendige Schritt, um uns aus dem Prozessrisiko, in das sich die Stadt Gmunden hineinmanövriert hat, heraus zu kaufen. Ein „Schlussstrich“ unter das Problem ist dieser Ankauf nicht. Es gibt derzeit noch keine klare Zielsetzung und Planung, keine Rücklagen, keine Verwertungsvarianten (Verkauf, Baurechtslösung,..?,) keine Hotel-Investoren. Eine unzureichende Grundlage für diese Ankaufsentscheidung.  

Wenn BM Krapf sagt, dass Asamer für diese Liegenschaften „ursprünglich EUR 13 Mio. gefordert hat“, und dieses Vergleichsangebot nun als „Jahrhundertchance“ bezeichnet, dann stelle ich mir folgende Fragen: Warum hat Asamer  die Liegenschaften nicht um EUR 13 Mio. verkauft? Wenn dieser Preis am Markt erzielbar wäre, dann hätten RLB und Asamer ganz sicher nicht aus Liebe zu Gmunden auf über EUR 5 Mio. verzichtet. Warum sollte es eine „Jahrhundertchance“ sein, wenn die Stadt diese Liegenschaften zu etwa dem selben Preis erwirbt, zu dem Asamer sie vor ein paar Jahren gekauft hat (ca. 7,5 Mio.)?

Stadtrat Höpoltseder bezeichnet die Finanzierung des Ankaufes als „großen Brocken, der für die Stadt machbar ist“ und plant die Rückzahlung der Schulden in den nächsten 25-30 Jahren. Der „große Brocken“ wird also an unsere Kinder weitergereicht, damit er für diejenigen die ihn eingebrockt haben, leicht verdaulich ist? Wohl gemerkt, es geht dabei nicht um das Seebahnhofareal, nicht um den Bau von Schulen, Kindergärten, Straßen, etc.! Es geht um Grundstücke, auf denen angeblich nichts Anderes als ein „kleines, feines Hotel“ gebaut werden soll. Dafür soll die nächste Generation noch zahlen??

Fairer wäre es, wenn den Gmundnern ehrlich gesagt würde, dass ein großer Teil dieser Grundstücke für den Bau von hochpreisigen Wohnungen verwendet werden muss. Nur so wird es möglich sein, unsere Schuldenlast in den nächsten Jahren auf ein vertretbares Maß zu reduzieren, damit auch in Zukunft die Infrastruktur dieser Stadt finanziert werden kann. Ab sofort betet nicht mehr die Raiffeisen Landesbank, sondern Gmunden um einen Hotel-Investor (mit ausreichend Kapital!)! 

Und hier der Artikel:
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